Fünf Runden, 14 Teilnehmer und ein Sieger, der von Beginn an das Tempo vorgab: Richard Sniegowski hat die 23. Meuselwitzer Stadtmeisterschaft im Schnellschach mit starken 4,5 Punkten aus fünf Partien gewonnen. Andreas Eicke blieb ebenfalls ungeschlagen und belegte Rang zwei, während sich Lutz Steigemann in einem dicht gedrängten Verfolgerfeld den dritten Platz sicherte.
Die traditionsreiche Stadtmeisterschaft wurde am 5. September 2026 im Rahmen des 5. Meuselwitzer Tags der Vereine ausgetragen. Mitten auf dem Meuselwitzer Markt trafen erfahrene Turnierspieler, Nachwuchstalente und Hobbyspieler aufeinander. Bürgermeister Ronny Dathe eröffnete die 23. Auflage der Stadtmeisterschaft mit dem symbolischen ersten Zug.

14
Teilnehmer
5
Runden
15 + 10
Minuten + Sek./Zug
4,5/5
Siegerpunktzahl
Richard setzt vom Start weg das Tempo
Bereits die erste Runde zeigte, dass auch diesmal nicht nur die nominelle Spielstärke entscheiden würde. Richard setzte sich zum Auftakt gegen Hugo durch. Amalia sorgte gleichzeitig für ein erstes Ausrufezeichen und nahm dem deutlich erfahreneren Andreas ein Remis ab. Auch Frank und Erik sowie Emil und Frank Gottschling teilten sich die Punkte.
Richard blieb anschließend konsequent auf Kurs. In Runde zwei bezwang er Lutz, anschließend folgte der Sieg gegen Jens. Nach drei Runden stand er damit als einziger Spieler bei der Maximalausbeute von drei Punkten.

Andreas blieb jedoch in Schlagdistanz. Nach dem Auftaktremis gegen Amalia gewann er gegen Emil und Frank und traf in der vierten Runde auf den bis dahin makellosen Spitzenreiter. Das direkte Duell endete remis – Richard ging damit mit einem halben Punkt Vorsprung in die Schlussrunde.
Ein Sieg zum Abschluss macht den Titel perfekt
In Runde fünf hatte Richard den Turniersieg selbst in der Hand. Gegen Jörg ließ er sich die Chance nicht mehr nehmen, gewann seine vierte Partie des Tages und erhöhte sein Punktekonto auf 4,5 aus 5. Damit stand der neue Meuselwitzer Stadtmeister fest.
Andreas und Lutz trennten sich am zweiten Brett remis. Andreas beendete das Turnier mit 3,5 Punkten ebenfalls ohne Niederlage und sicherte sich Platz zwei. Dahinter wurde es ausgesprochen eng: Gleich sechs Spieler kamen auf drei Punkte. In der Feinwertung hatte Lutz die Nase vorn und komplettierte das Siegerpodest.
Das Siegerpodest 2026
🥇 Richard Sniegowski – 4,5 Punkte
🥈 Andreas Eicke – 3,5 Punkte
🥉 Lutz Steigemann – 3,0 Punkte

Drei Sonderpokale – drei unterschiedliche Geschichten
Neben den drei Erstplatzierten wurden auch 2026 weitere Leistungen ausgezeichnet. Die Sonderwertungen sorgten dafür, dass nicht allein der Kampf um den Gesamtsieg im Mittelpunkt stand.
Beste Dame
Amalia Sniegowski
1,5 Punkte
Bester U14-Spieler
Hugo Sommer
3,0 Punkte · Platz 6
Bester Amateur
Frank Gottschling
3,0 Punkte · Platz 8

Endstand nach fünf Runden
Die Entscheidung hinter den beiden Erstplatzierten fiel über die Feinwertung. Besonders bemerkenswert: Von Rang drei bis Rang acht lagen gleich sechs Spieler punktgleich bei drei Zählern.
| Rang | Spieler | Punkte | Buchholz | SoBerg |
|---|---|---|---|---|
| 1. | Richard Sniegowski | 4,5 | 15,5 | 13,75 |
| 2. | Andreas Eicke | 3,5 | 13,5 | 9,00 |
| 3. | Lutz Steigemann | 3,0 | 16,0 | 8,25 |
| 4. | Jens Schmidt | 3,0 | 15,5 | 8,00 |
| 5. | Frank Große | 3,0 | 13,5 | 7,50 |
| 6. | Hugo Sommer | 3,0 | 13,0 | 5,50 |
| 7. | Jörg Schmidt | 3,0 | 11,5 | 4,00 |
| 8. | Frank Gottschling | 3,0 | 8,0 | 3,25 |
| 9. | Erik Phileas Große Servin | 2,0 | 13,5 | 4,50 |
| 10. | Sergej Butsyk | 2,0 | 11,0 | 2,00 |
| 11. | Sven Kühne | 2,0 | 9,5 | 1,50 |
| 12. | Amalia Sniegowski | 1,5 | 13,0 | 3,25 |
| 13. | Emil Reinsdorf | 1,5 | 10,0 | 1,50 |
| 14. | Tom Szameitat | 0,0 | 11,5 | 0,00 |
Quelle: Swiss-Chess-Turnierauswertung. Bei Punktgleichheit entschied die festgelegte Feinwertung über die Rangfolge.
Alle Ergebnisse Runde für Runde
1. Runde
| Richard Sniegowski | 1–0 | Hugo Sommer |
| Amalia Sniegowski | ½–½ | Andreas Eicke |
| Frank Große | ½–½ | Erik Phileas Große Servin |
| Tom Szameitat | 0–1 | Jörg Schmidt |
| Jens Schmidt | 1–0 | Sven Kühne |
| Sergej Butsyk | 0–1 | Lutz Steigemann |
| Emil Reinsdorf | ½–½ | Frank Gottschling |
2. Runde
| Lutz Steigemann | 0–1 | Richard Sniegowski |
| Jörg Schmidt | 0–1 | Jens Schmidt |
| Andreas Eicke | 1–0 | Emil Reinsdorf |
| Frank Gottschling | 0–1 | Frank Große |
| Erik Phileas Große Servin | 1–0 | Amalia Sniegowski |
| Hugo Sommer | 1–0 | Sergej Butsyk |
| Sven Kühne | 1–0 | Tom Szameitat |
3. Runde
| Richard Sniegowski | 1–0 | Jens Schmidt |
| Frank Große | 0–1 | Andreas Eicke |
| Jörg Schmidt | 1–0 | Erik Phileas Große Servin |
| Hugo Sommer | 0–1 | Lutz Steigemann |
| Emil Reinsdorf | 0–1 | Sven Kühne |
| Amalia Sniegowski | 0–1 | Frank Gottschling |
| Tom Szameitat | 0–1 | Sergej Butsyk |
4. Runde
| Andreas Eicke | ½–½ | Richard Sniegowski |
| Sven Kühne | 0–1 | Jörg Schmidt |
| Jens Schmidt | ½–½ | Lutz Steigemann |
| Erik Phileas Große Servin | ½–½ | Frank Gottschling |
| Sergej Butsyk | 0–1 | Frank Große |
| Amalia Sniegowski | 0–1 | Hugo Sommer |
| Tom Szameitat | 0–1 | Emil Reinsdorf |
5. Runde
| Richard Sniegowski | 1–0 | Jörg Schmidt |
| Lutz Steigemann | ½–½ | Andreas Eicke |
| Frank Große | ½–½ | Jens Schmidt |
| Hugo Sommer | 1–0 | Erik Phileas Große Servin |
| Sergej Butsyk | 1–0 | Sven Kühne |
| Frank Gottschling | 1–0 | Tom Szameitat |
| Emil Reinsdorf | 0–1 | Amalia Sniegowski |
Schach mitten im Stadtfest
Der Stadtfestpokal lebt nicht nur vom sportlichen Ergebnis. Gerade die offene Atmosphäre auf dem Markt macht die Stadtmeisterschaft zu einem besonderen Termin im Meuselwitzer Schachkalender. Vereinsspieler, Kinder, Jugendliche und Hobbyspieler sitzen unmittelbar nebeneinander – und auch Besucher bleiben immer wieder stehen, verfolgen die Partien oder setzen sich selbst ans Brett.

Auch abseits des eigentlichen Turniers war der Schachverein präsent. Freie Bretter und das Großfeldschach luden zum Mitmachen ein, während Vereinsmitglieder mit Interessierten ins Gespräch kamen. Damit erfüllte der Tag der Vereine einmal mehr genau seinen Zweck: Vereine sichtbar machen und Menschen miteinander ins Gespräch bringen.


Nachwuchs mittendrin statt nur dabei
Besonders erfreulich war erneut, dass sich mehrere Kinder und Jugendliche der Herausforderung stellten. Beim offenen Stadtfestpokal gibt es keine geschützte Nachwuchsgruppe – hier sitzen junge Spieler direkt erfahrenen Erwachsenen gegenüber. Gerade deshalb sind solche Partien wertvolle Wettkampfpraxis.


Turniermodus auf einen Blick
- Datum: 5. September 2026
- Spielort: Markt in Meuselwitz
- Veranstaltung: 5. Tag der Vereine
- Turnier: 23. Stadtmeisterschaft im Schnellschach / Stadtfestpokal
- Modus: 5 Runden Schweizer System
- Bedenkzeit: 15 Minuten + 10 Sekunden je Zug
- Teilnehmer: 14
- Teilnahme: offen für Vereins- und Hobbyspieler
- Startgeld: keines
- Turnierleitung: Torsten Kohl
Nach fünf abwechslungsreichen Runden stand damit nicht nur ein neuer Stadtmeister fest. Der Stadtfestpokal zeigte erneut, wie gut sich sportlicher Wettbewerb, Nachwuchsarbeit und ein offenes Mitmachangebot mitten im Stadtzentrum miteinander verbinden lassen.
Wir gratulieren Richard zum Stadtmeistertitel sowie allen weiteren Pokal- und Preisträgern und bedanken uns bei allen Teilnehmern, Helfern und Besuchern für einen gelungenen Schachtag auf dem Meuselwitzer Markt.